2018 Renovation Pfarrhaus Dreikönigskirche

Die katholische Dreikönigskirche ist eine der am wenigsten bekannten Kirchen in der Stadt Zürich. Sie liegt etwas versteckt an einer privaten Seitenstrasse inmitten eines bürgerlichen Wohnquartiers mit älteren Villen und Mietshäusern. Bemerkenswert ist auch, dass die Kirche weder über einen Turm noch noch über ein Geläut verfügt. Trotzdem nimmt die Dreikönigskirche eine wichtige Stellung innerhalb des umfangreichen katholischen Kirchenbaus der Stadt Zürich ein. Sie war bei ihrer Einweihung 1951 bereits das 20. Bauwerk der Zürcher Katholiken und in architektonischer Hinsicht für Zürich etwas völlig Neues, da sie die Tradition der frühen französischen Betonkirchen von August Perret weiterführte. Sie bedeutete den Beginn einer erfolgreichen Kirchenbautätigkeit der Architekten Pfamatter und Rieger, die in der Folge zahlreiche Kirchen in Zürich und Umgebung realisieren konnten. 1993 erfolgte der Bau von zwei unterirdischen Unterrichtsräumen im östlichen Bereich vor der Kirche durch den Architekten Fritz Oggenfuss aus Zürich. Bei der gleichzeitigen Dachsanierung und Innenreinigung wurde das Kreuz über dem Altar aufgehängt. 1999 wurde ein unterirdischer Besprechungsraum im Hofbereich des Pfarrhauses erstellt. 2003 bauten Cadosch & Zimmermann eine kleine Seitenkapelle anstelle eines früheren Beichtraums ein. 2004 war der Start einer Gesamtplanung für die Renovation von Kirche und Saal. Die Planung wurde Cadosch & Zimmermann übertragen, die Renovationsarbeiten der ersten Etappe wurden 2009 abgeschlossen. Die zweite Etappe - die Renovation des Pfarrhauses erfolgte von 2016-18.

Bauherrschaft: Stiftung Dreikönigen
Planung + Ausführung: Cadosch & Zimmermann GmbH Architekten ETH/SIA

 

© Fotografie: Jürg Zimmermann